Biologische Zersetzung

 

 Biologische Zersetzung

Tubex Wuchshüllen sind aus Polypropylen (PP) gefertigt, ein idealer Rohstoff für unsere Produkte, sowohl aufgrund der geringen Auswirkungen auf die Umwelt, als auch wegen der hervorragenden physikalischen Eigenschaften. Dennoch haben wir Forschungsprojekte und Tests mit alternativen Materialien durchgeführt, die das Ziel biologisch abbaubar  und nachhaltig erfüllen sollen.

Der Begriff „biologische Zersetzung“ wird in ganz Europa erst langsam definiert und es besteht immer noch ein großes Durcheinander und viele unterschiedliche Ansichten im Hinblick auf die Zeitspanne und den Mechanismus der Zersetzung.

Die allgemein akzeptierte Definition ist folgende:

“Biologische Zersetzung ist der durch Mikroorganismen wie Bakterien oder Pilzen hervorgerufene Zerfall organischer Materialien in Kohlendioxid, Wasser oder Biomasse.”

Eine unserer zusätzlichen Anforderungen nach Nachhaltigkeit ist die Verringerung von immer knapper werdenden Rohstoffen auf Erdölbasis. Unser Ziel ist es, ein Rohmaterial mit ebenso hohem oder höherem Nachhaltigkeitsniveau, wie das unserer Voprodukte zu finden.

Projektziele:

Es gibt viele  Projektziele,die sich gegenseitig bedingen:

  • ein Material zu finden, dass schneller, aber in vorhersehbarer Zeit zerfällt, so dass keine manuelle Entsorgung mehr nötig ist;
  • ein Material zu finden, das dauerhaft kostengünstig ist;
  • ein Material zu finden, das aus einer nachhaltigen Quelle stammt.
  • Verschiedene Restriktionen soll das Projekt erfüllen :
  • die neue Wuchshülle muss die vielen vorteilhaften Eigenschaften der bestehenden Tubex Wuchshülle  ebenfalls aufweisen;
  • Das Produkt muss den minimalen Leistungsanforderungen (Widerstandsfähigkeit oder Nutzungsdauer) in einer bestimmten Zeitspanne (1 – 2 - 3 – 5 - 7 Jahre) genügen;
  • Produktions- und Lieferkosten müssen wettbewerbsfähig sein;
  • Die Umweltverträglichkeit muss so gut oder besser als die von Polypropylen sein.

Möglichkeiten

Eine Reihe verschiedener Möglichkeiten wurden in der Forschungsphase des Projektes angesprochen:

  • Biologische oder organische Materialien (z.B. Papier, Flachs, Hanf)
  • Bioplaste (biologisch zersetzbare Plaste als Mischung aus  Fossilen und Natur-Produkten
  • Hybride – Biopolymere und PP
  • Oxidative Bio-Degradation PP

Verschiedene Vorversuche wurden mit diesen Materialien durchgeführt. Das Ergebnis der Analysen hat dazu geführt, dass sich Tubex derzeit auf die Möglichkeit der Hybride Bio PP konzentriert, aber weiterhin Versuche mit Bioplaste unternimmt.

Projektfortschritt

Im Jahr 2010 hat Tubex sein erstes Biohybrid Produkt in Großbritannien herausgebracht. Das Produkt wurde in Großbritannien drei Jahre getestet, so dass sichergestellt werden kann, dass das Produkt die marktführende Position und die Schutzmechanismen, die die Kunden von Tubex erwarten, auch einhält.

Während diese Versuche weiterlaufen, sind wir dabei ein Produkt mit längerer Lebensdauer auf den Markt zu bringen, möglicherweise eine 1,2 m Biohybrid Hülle mit 5 Jahren Lebensdauer.

Ein Biohybrid Produkt enthält eine Mischung aus Polymer und Stärke-Polymer. Der Zerfallsprozess ähnelt stark dem der herkömmlichen Wuchshülle. Dennoch fördert die anfängliche Zersetzung des Stärke-Polymers den Zerfall des Polypropylens und beschleunigt so den vollständigen Zerfall der Wuchshülle.

Weitere Produkte auf dem Markt

Wir waren bei der Vorstellung von biologisch zersetzbaren Produkten sehr vorsichtig, dennoch behaupten andere Hersteller, über Möglichkeiten der biologischen Zersetzung zu verfügen. Folgende Gründe lassen uns diese Angebote mit Skepsis betrachten:

  • die Definitionen sind falsch, undeutlich, widersprüchlich oder unvollständig;
  • oft wurden keine praktischen Tests im Hinblick auf den Zerfall der Wuchshüllen und das Pflanzenwachstum unternommen;
  • das Verständnis der Materialien ist oft schwach ausgeprägt;
  • die Wirtschaftlichkeit ist nicht gegeben – der Prototyp des Produktes ist zu teuer;
  • die Auswirkungen auf die Umwelt sind nicht vollständig erforscht, geschweige denn offen gelegt;
  • die Unternehmen, die die Materialien herstellen, verbergen deren Zusammensetzung oft sehr sorgfältig vor der Öffentlichkeit;
  • die zugesicherten Eigenschaften werden auf die Produzenten der Rohmaterialen delegiert; wir halten dies für nicht zulässig!